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Das Rechtshirn
Mit dem rechten Gehirnzentrum sind die visuellen Wahrnehmungen verbunden. Hier werden Bilder registriert und gespeichert. Gefühle, Wohlsein, Unwohlsein, Vorlieben, Antipathien, Inspiration
u.v.m., die aus unserem Zwischenhirn kommen, werden hier zu wahrnehmbaren Informationen verarbeitet. Immer wenn das Gefühl dominiert, tritt die rechte Gehirnhälfte in Aktion. In diesem Gehirnteil liegen auch unsere kreativen Fähigkeiten, das Visualisieren und unsere Fantasie.

Das Linkshirn
Mit unserem Linkshirn speichern wir Zahlen, Formeln, Ergebnisse von Analysen und erlernte Techniken. Es arbeitet logisch, kann Schlüsse ziehen, bewertet Sachverhalte, misst die Zeit und kombiniert Fakten. Erlerntes wird im Linkshirn gespeichert, Schul- und Fachwissen genauso wie handwerkliche Fertigkeiten oder mechanische Abläufe. Hier ist das Zentrum für die Beherrschung der Sprache und des Lesens, also das Rüstzeug für unsere gesamte sprachliche Kommunikation.
Die Gehirndominanz
Jedes Großhirnzentrum arbeitet auf der einen Seite ganz unabhängig von anderen und erfüllt seine Funktion. Beide Gehirnhälften sind mit einem dicken Nervenstrang miteinander verbunden. Auf diese Weise werden Faktenwissen und kreativ, emotionaler Bereich miteinander gekoppelt.
Je nach Begabung ist die eine oder andere Gehirnhälfte des Menschen mehr entwickelt. Daraus erklärt sich die mangelnde mathematische Fähigkeit des Klavierspielers. Diese Dominanz ist aber keineswegs fest, sondern kann sich im Laufe des Lebens verändern oder willentlich mit entsprechender Technik verändert werden
Kinder benutzen vorwiegend ihre rechte Gehirnhälfte. Sie entwickeln zuerst kreative Fähigkeit, wobei sie ihre Fantasie einsetzen. Mit dem Schuleintritt verliert sich die Rechtsdominanz, da durch das Lernen von Lesen, Schreiben und Rechnen die Entwicklung der linken Gehirnfunktionen gefördert wird. Die ganze Erziehung während der Schul- und Ausbildungszeit fördert in erster Linie die Entwicklung des Linkshirns.
Gehen wir noch einmal davon aus, dass die rechte Gehirnhälfte uns die Ideen liefert. Es denkt in Bildern und ordnet allem einen bestimmten Gefühlswert zu. Erst durch die Verbindung mit der linken Gehirnhälfte erfolgt die Verknüpfung mit Fakten, Daten, Worten und wir sind zur handlungsorientierten Umsetzung fähig.
Ein weiters Problem entsteht dann, wenn „Rechtsdenker" und „Linksdenker" zusammenarbeiten müssen. Missverständnisse bis hin zu totalem gegenseitigem Unverständnis können die Folge sein. Selten wird eine Einigung erzielt. Beide Parteien sprechen sogar eine unterschiedliche Sprache.
Balance ist wichtig. Benachteiligte Gehirnhälften können trainiert werden. Rechtsfördernd sind Aktivitäten wie Malen, Musizieren, Bildhauen. Linksfördernd sind Karten spielen, Computer-Programmiern, Sprachen lernen. Kochen, Lesen, Gartenarbeit, Reisen aktivieren gleichzeitig beide Gehirnhälften.
Aber nicht nur mentales Training hilft zur Balance. Es gibt eine spezielle Gymnastik, die beide Gehirnhälften schult und synchronisiert, die sog. Brain
Gym. Selbst die Elektronik bzw. Computertechnologie hat mit den Mind-Machines Möglichkeiten gefunden, beide Gehirnhälften zu
synchronisieren. Dies geschieht mit Hilfe sehr langsamer Schwingungen <30 Hz, die von einem Rauschgenerator erzeugt werden und mit
entspannender Musik überlagert sind. Das Gehirn wird über die erzwungene Resonanz zu Schwingungen gleicher Frequenz veranlasst. Dies begünstigt dann die Harmonisierung der Gehirnhälften, erhöht die Entspannung oder fördert das Lern- und Denkvermögen.
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